Geht ein Zahn verloren ist es aus gewebeerhaltender Sicht wünschenswert ihn als Ganzes zu ersetzen, diese Möglichkeit ist durch den Einsatz von Zahnimplantaten gegeben. Nach dem Zahnverlust baut sich der Kieferknochen rapide um, im Rahmen einer funktionellen Anpassung bildet sich das Knochengewebe zurrück. Nach biologischem Vorbild ersetzen künstliche Zahnwurzeln (Implantate) fehlende Zähne und wirken struktur- und funktionserhaltend für das umgebende Gewebe.
Erhalt von Knochensubstanz. Der Abbau des umgebenden Kieferknochens wird erheblich verzögert. Sicherer Halt von Prothesen. Keine schmerzhaften Druckstellen keine Belastung von zahnlosen Schleimhautarealen. Hohe Wirtschaftlichkeit. Bei guter Pflege und regelmässiger Wartung ein auf Implantaten getragener Zahnersatz eine langfristige, zuverlässige Lösung. Kaukraft und hoher Tragekomfort. Ein fester Biss;ist die Voraussetzung für eine ausgewogene Ernährung. Lebensqualität durch Sicherheit bei Sprechen, Singen und Lachen, eben ein gutes Gefühl in allen Lebenslagen.
Implantate sind in der Regel aus Titan und haben überwiegend eine schraubenförmige oder zylindrische Form. Sie werden in den Kieferknochen eingefügt und wachsen dort ortsständig ein. Sie bieten dabei gegenüber herkömmlichem Zahnersatz zumeist Vorteile, z.B. können Nachbarzähne unbehandelt bleiben. Grundsätzlich kann jeder verloren gegangene Zahn ersetzt werden, ganz gleich, ob es sich dabei um nur einen oder mehrere Zähne handelt. Implantate dienen dann als Unterbau einzelner Kronen, Brückenpfeiler oder als Verankerung für Prothesen.
Einer Implantation von künstlichen Zahnwurzeln geht immer eine eingehende und sorgsame Untersuchung und Anamnese voraus, bei der das vorhandene Knochenangebot genau ermittelt und das passende Implantat individuell bestimmt wird. Ebenso sind Allgemeinerkankungen und parodontale Verhältnisse in die Beurteilung für einen Behandlungserfog zu berücksichtigen.
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Ist das örtliche Knochenlager ungünstig, können mit Hilfe eines DVT (Digitale Volumentomographie) die anatomischen Verhältnisse genauestens bestimmt werden. Durch verschiedene Maßnahmen wie Knochenaufbau oder Knochentransplantation mit Eigen- und Fremdmaterial kann eine ungünstige Gewebssituation verbessert werden. In schwierigeren Fällen kann es sinnvoll sein eine virtuelle dreidimensionale Planung der Implantate auf der Grundlage der DVT Aufnahme vorzunehmen. Dadurch wird die Implantation unter optimaler Ausnutzung der anatomischen Strukturen mittels computergestützter Navigation (CNI) sehr gezielt durchgeführt.
Nach einer gewissen Einheilzeit, die zwischen mehreren Wochen und 6 Monaten variiert, können auf den künstlichen Wurzeln neue Zähne befestigt werden. Diese sind in ihrem Aussehen und in ihrer Funktion kaum mehr von echten Zähnen zu unterscheiden. In der Regel erfolgt das Einsetzen der Implantate schmerzfrei. In unserer Praxis erfolgt dieser Eingriff ambulant unter Lokalanästhesie oder in Kombination mit einer Sedierung. Daher können Sie, in der Regel, schon nach kurzer Zeit Ihre gewohnte Tätigkeit wieder aufnehmen. Grundsätzlich darf jeder Zahnarzt Implantate einsetzen, doch gibt es ausgewiesene Spezialisten, die über die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen in der Implantologie verfügen.
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